Die 7 Wege zur Effektivität – Stephen Covey

7 wege zur effektivitaet

1. Seien Sie proaktiv

Als ersten Schritt, müssen Sie sich klar machen, dass Sie entscheiden können, was für ein Mensch Sie sind: ein Reaktiver oder ein Proaktiver. Ein reaktiver Mensch reagiert vor allem, wie schon der Name suggeriert, während der proaktive Mensch positiv aktiv ist. Hierbei geht es um ein psychologisches Konzept, dass Sie in Ihrem Alltag anwenden können.

Es gibt sehr viele Dinge, die wir Menschen leider nicht ändern können und auf die wir, unweigerlich, einfach reagieren müssen. Hierzu zählt beispielsweise das Milieu, in das Sie geboren werden, Ihre Nationalität sowie der Lebensstandard. Anstatt aber nur ein reaktiver Mensch zu sein, können Sie sich entscheiden, all das, was Sie nicht ändern können, außen vor zu lassen und sich auf die Dinge zu fokussieren, die Sie sehr wohl beeinflussen können.

Sie können kontrollieren, wie Sie mit Menschen umgehen, mit einer Krankheit oder mit einer schwierigen Situation in der Arbeit. Viele Menschen sind lediglich reaktiv; dies bemerkt man daran, dass diese Menschen sich besondern gerne beschweren. Was ihnen das bringt? Absolut nichts.

Entscheiden Sie daher, sich nicht mit unveränderlichen Sachen aufzuhalten und konzentrieren Sie sich auf diejenigen Dinge, die Sie beeinflussen können.

2. Beginnen Sie mit dem Ende

Dies ist ein ganz einfacher Trick, der Ihnen hilft, Entscheidungen zu treffen. Fragen Sie sich einfach regelmäßig selbst: „Woran sollen sich meine Mitmenschen erinnern, wenn ich irgendwann nicht mehr lebe?„. Wollen Sie, dass man Sie als liebende Mutter in Erinnerung behält? Oder als charismatischer Politiker?

Wenn Sie bei jeder Gelegenheit über Ihre Kollegen schlecht reden – woran wird man sich dann erinnern? Diese simple Frage hilft einem, sich immer wieder zu entscheiden, was für ein Mensch man sein möchte.

Überlegen Sie sich zum Beispiel ein Motto für Ihr Leben. Der bekannte Schauspieler Will Smith sagte einmal, seines wäre: „Ich möchte, dass die Welt zu einem besseren Ort wird, weil ich hier war.

Haben Sie keine Angst vor großen Anforderungen – die größte Herausforderung sind nämlich meist nur Sie selbst. Überwinden Sie Ihre Angst in Ihrem Kopf und gehen Sie Ihr Lebensmotto proaktiv an.

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3. Definieren Sie Prioritäten

Stephen Cover priorisiert Aufgaben, indem er vorschlägt, sie entweder in die Kategorie „dringend“ bzw. „nicht dringend“ oder in die Kategorie „wichtig“ bzw. „unwichtig“ zu stecken.

Die Idee dahinter ist, dass sie im Besten Fall nur wichtige und nicht dringende Aufgaben erledigen müssen. Sobald eine Aufgabe in die Kategorie „dringend“ rutscht, sind Sie im Zeitdruck und können ihr nicht die Aufmerksamkeit und Zeit schenken, die sie vielleicht benötigt. Anstatt lange und unsortierte To-Do-Listen zu erstellen, können Sie Ihre Aufgaben einfach in ein 2-Spalten-2-Zeilen-Raster eintragen.

Die meisten Menschen vertreiben sich ihre Zeit mit unwichtigen und nicht dringenden Dingen, wie z.B. dem übermäßigen Schauen von Serien. Wenn Sie sich im Klaren über die Prioritäten Ihrer Aufgaben sind und versuchen, Ihren Alltag in der Kategorie „wichtig und nicht dringend“ zu verbringen, werden Sie nicht mehr in nervenaufreibenden Zeitdruck geraten und Ihre Aufgaben nur mittelmäßig erfüllen.

Das Prinzip ist, zusammengefasst, sehr einfach: Die wichtigsten Dinge in Ihrem Leben sollten die meiste Zeit einnehmen.

4. Win-Win-Situationen

Es gibt verschiedene Beziehungstypen, die Sie in Ihrem Alltag meiden oder suchen sollten. Der erste Beziehungstyp, den Sie meiden sollten, nennt sich „Lose-Win“ bzw. „Win-Lose“.

Hier geht der Mensch davon aus, dass jemand verlieren muss, wenn ein anderer gewinnt. Meiden Sie Situationen dieser Art, da immer jemand, wenn auch nicht immer Sie, dabei leer ausgeht. Ein weitere destruktive Beziehung ist diejenige, die unter dem Motto „Lose-Lose“ steht. Wenn beide Parteien verlieren, meist nur aus Trotz, damit der Andere ja nicht gewinnt, hat niemand etwas erreicht.

Der dritte Typ ist keine echte Form einer Beziehung, denn nur „Win“ setzt keinerlei Relation zu jemand Anderem voraus. Der vollkommen selbstlose Beziehungstyp Coveys nennt sich „No Deal„. Hierbei findet keine Vereinbarung statt, wenn nicht beide Parteien profitieren, da der Verlust des Anderen die Vereinbarung einfach nicht wert ist.

Schlussendlich gibt es dann noch „Win-Win„. Wie der Name schon sagt, profitieren beide Parteien in diesem Konzept. Suchen Sie in Ihrem Alltag nach Beziehungen dieser Art und Sie und Ihre Mitmenschen werden garantiert stärker vom Leben profitieren.

5. Verstehen Sie zuerst Ihr Gegenüber, bevor Sie selbst verstanden werden wollen

Heutzutage beschweren sich viele Menschen darüber, dass sie ihre Mitmenschen nicht verstehen können. Meist handelt oder denkt diese Person eben anders als Sie. Beginnen Sie mit dem Verstehen mal doch bei sich! Stephen Cover führt fünf Ebenen des Zuhören auf:

  • Ignorieren
  • Vortäuschen
  • Selektives Zuhören
  • Aufmerksames Zuhören
  • Emphatisches Zuhören

Im Alltag bewegen wir uns meist zwischen Ebene eins und drei, selten auf Ebene vier und beinahe nie auf Ebene fünf. Aber wenn Sie sich beschweren, nicht verstanden zu werden oder jemand Anderen nicht zu verstehen, dann hat es bei Ihnen auch einfach nur an Ebene fünf gemangelt. Wie wollen wir uns denn gegenseitig verstehen, ergo helfen, unterstützen und fordern, wenn wir nicht einmal richtig zuhören?

Um Ihre Effektivität zu steigern, sollten Sie bewusst darauf achten, auf welcher Zuhöre-Ebene Sie sich befinden, wenn Sie mit jemandem sprechen. Wenn Sie verstanden werden wollen, bemühen Sie sich zunächst darum, Andere zu verstehen.

6. Schaffen Sie Synergien

Der Begriff „Synergie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Mitarbeit„. Und genau darum geht es in diesem letzten Schritt der Effektivität in Bezug auf die Gesellschaft. Die Idee ist sehr simpel und leicht zu veranschaulichen: Denken Sie an Ihre eigenen Organe. Sie können ein kerngesundes Herz haben, eine starke Lunge und eine unversehrte Leber – alleine sind diese Organe aber wenig wert.

Ihr Körper funktioniert erst so gut, wie er es eben tut, wenn alle Organe gemeinsam wirken. Diese Vorstellung einer Synergie können Sie auch in Ihrem Alltag nutzen: Wägen Sie ab, wie Sie Ihre Aufgaben strukturieren können, damit sie gemeinsam vielleicht sogar mehr ergeben als einzeln. Versuchen Sie im Umgang mit Ihren Mitmenschen Synergien zu schaffen – diese führen nur zu „Win-Win-Situationen“.

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7. Schärfen Sie Ihre Säge

Der letzte Punkt Coveys bezieht sich stark auf die Vorbereitung Ihres Alltags. Hierzu nennt er das Beispiel eines Mannes, der einen Baum sägen möchte. Da seine Säge stumpf ist, braucht er ganze sechs Stunden, um den Baumstamm durchzusägen. Hätte er sich eine Stunde Zeit genommen, um die Säge zu schärfen, so hätte er nur zwei Stunden sägen müssen und hätte sich drei Stunden Arbeit gespart.

Leider neigt der Mensch oft dazu, Abkürzungen zu nehmen, nur um sich dann zu verlaufen. Nehmen Sie sich die Zeit, alles, das Sie angehen, ausreichend vorzubereiten und Ihre „Säge zu schärfen„.

Beispielsweise zahlt sich eine gesunde Ernährung und regelmäßiger Sport im Nachhinein aus, wenn Sie im Alter problemlos Ihre Rente genießen dürfen, auch wenn Sie zuvor Zeit „verloren“ haben.

Bildnachweis: Loic Djim Unsplash.com

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