Speeddating: Die 10 besten Tipps

Speed Dating

I : Die gesunde Herangehensweise

Wer sich für ein Speeddating anmeldet, hat normalerweise auch im Hinterkopf, eine neue Partnerin oder einen neuen Partner kennenzulernen. Da ist es hinterher natürlich wenig schmackhaft, wenn niemand sein Kreutzchen hinter dem eigenen Namen gemacht hat. Deshalb sollte bereits im Vorfeld niemand zu sehr auf das Speeddating setzen und es als gesellschaftliche Art der Zeitvertreibung sehen, oder aber mit einer wissenschaftlichen, eher erforschenden Sicht zum ersten Speed Dating erscheinen.

II : Was sollte man beim Speeddating anziehen

Dieser Punkt ist deutlich einfacher zu handhaben als der vorhergegangene. Wer ein paar Faustregeln beachtet, baut sich hier keine Barrieren:

  • Würde ich dieses Outfit auch zu einem anderen Date anziehen?
  • Fühle ich mich in diesem Outfit wohl?
  • Ist die Kleidung auch nicht verschlissen (eingelaufen, verwaschen, schmutzig)?

Wer diese Fragen mit „Ja“ beantworten kann, macht eigentlich kaum mehr was verkehrt. Hier sind die Männer im Vorteil: Frauen machen sich viel mehr (und häufig zu sehr) Gedanken über das richtiger Outfit – vom Schminken und dem Parfum ganz abgesehen.

III: 24 Stunden – Die Uhr tickt

Man gewöhnt sich an das Warten auf etwas bestimmtes, jedoch werfen „große“ Ereignisse tatsächlich Schatten voraus. Speeddating-Teilnehmer, gerade beim ersten Mal, sollten versuchen, nicht zu viel Gedankenarbeit in die Veranstaltung im Vorfeld zu investieren, andererseits aber auch nicht gar nicht daran denken. Ein wenig Balance ist tatsächlich gefragt. „Es kommt wie es kommt“ sagen die Kölner, und so ist es in diesem Fall auch. Wer unbedingt vorbereitet sein will, legt sich am Abend vorher bereits Kleidung raus, trinkt nicht allzu sehr viel oder druckt sich eine Wegbeschreibung aus, um auch nicht zu spät zu kommen.

IV: Der Tag ist gekommen

Wer -idealerweise- schon vorher die Lokalität ausgekundschaftet hat, weiß, wo es hingeht und kommt besser ans Ziel, was nervensparend ist. In der Begrüßungsphase sollte man auf einen freundlichen Gesichtsausdruck achten und sich aufgeschlossen, aber nicht aufdringlich präsentieren – das worum es geht steht ja kurz bevor. Zudem: Für die gepflegte Frisur und bei den Herren auch Rasur ist natürlich gesorgt, ebenso das Make-Up der Damen.

V: Das olfaktorische Ich

Der Moderator bzw. die Moderatorin weist die Plätze zu, und los geht es. Wer tatsächlich vorher nicht geraucht und am Abend vorher nicht reichlich getrunken hat, fällt geruchlich nicht negativ auf. Jeder geht mal feiern und da sind Speeddatingteilnehmer sicher keine Ausnahme, jedoch hat das Speeddate auch etwas von einem Bewerbungsgespräch: Man möchte sich von der besten Seite präsentieren. Wer hier ganz auf Nummer sicher gehen möchte, lutscht kurz vorher eine Pastille, Kaugummis sind ein „NoGo“, auch wenn sie dezent gekaut werden.

 

VI: Das Gespräch – die Körpersprache

Zwar unterhält man sich beim Speeddate, dennoch kann man auch hier in gewisser Weise wortlos kommunizieren. Ganze Bücher gibt es über die Thematik der Körpersprache. Wie auch bei der Kleiderauswahl gibt es hier ein paar Faustregeln, welche sicher nicht negativ auffallen:

  • Gerade sitzen (aber nicht stocksteif!)
  • Die Arme nicht unter dem Tisch lassen
  • Die Arme nicht verschränken, im Idealfall ruhig auf dem Tisch lassen
  • Hin und wieder Blickkontakt suchen, das erhöht die Aufmerksamkeitsnote
  • Nicht zur Uhr oder zu den Nachbartischen schauen

VII: Das Gespräch an sich

Worüber man spricht ist nicht egal, jedoch ist ebenso wichtig, wie man es macht. Verzichte aber auf Anmachsprüche. Deutliches Sprechen und eine angemessene Sprache sind hier sehr wichtig. Auch auf Gesprächsthemen lässt sich ein Speeddating vorbereiten: Beruf, Herkunft und Freizeitgestaltung sie die Dauerrenner. Um ein Gespräch aufrechtzuerhalten, kann ein kommentieren des gesagten Inhaltes helfen, beispielsweise: Du warst in Kapstadt? Ist sicher sehr malerisch da, wenn ich an den Tafelberg denke…“

VIII: Das Gespräch ist zu Ende

Das Zeitlimit erhöht die Spannung beim Speed Dating. Läuft ein Gespräch schlecht mag man froh sein, dass die Zeit abgelaufen ist. Dennoch sollten weder er noch sie die gute Kinderstube vergessen: Ein nettes „Hat mich gefreut“ oder „Ja dann machs mal gut“ klingt besser als ein geschäftskaltes „Guten Tag noch“ oder „Danke für das freundliche Gespräch“. Grußformeln, welche ein weiteres Treffen implizieren („Wir sehen uns“ oder „Bis dahin“) sollten gemieden werden.

VIII: Finish Speed Dating

Sind alle Gespräche geführt, wird häufig die Gelegenheit geboten, sich noch zusammenzusetzen und ein Kaltgetränk zu nehmen. Ob dies wahrgenommen wird, hängt von jedem selbst ab: Fühlt man sich wohl und hat Laune dann gerne, jedoch sollte sich hier niemand zu etwas zwingen. Wer noch Arbeit zu Hause hat ist leicht aus dem Schneider. Profilieren kann man sich ohnehin nicht mehr, die Kreuzchen sind ja bereits gemacht und das Speeddate abgeschlossen.

X: Die Auswertung

Die Auswertung der Ergebnisse kann noch am selben Abend erfolgen, häufig jedoch kommt selbige ein paar Werktage später per Mail. Wer jemanden von sich überzeugen konnte kann sich freuen, auf ein weiteres Treffen ohne Zeitdruck. Falls nicht: Absagen bedeuten keineswegs, man sei hässlich oder zu introvertiert. Man kann Glück und Pech haben – ein andermal klappt es möglicherweise gleich mehrmals. Auf die Karte Speeddating nicht zu sehr zu setzen, muss immer beachtet werden.

Foto: 136507131 – Speed Dating Concept. Hearts And A Stop Watch© Andrey Popov